Nordinsel Neuseeland
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Nordinsel Neuseeland

Beginnen wir also ganz im Norden des Landes mit dem Ort Russel. Den kennen Sie noch nicht? Sollten Sie aber! Russel war die erste Hauptstadt Neuseelands und hieß früher noch Kororareka. Hier wurde 1840 der Vertrag von Waitangi unterzeichnet, der dafür sorgte, dass die Souveränität Neuseelands in die Hände von Großbritannien gelegt wurde – im Gegenzug dafür gewährte die Krone Schutz (Waitangi Visitor Center).

In Russel kann man auch die älteste Kirche Neuseelands anschauen, die Christ Church von 1935. Nicht nur die Stadt selbst (ca. 1500 Einwohner), sondern auch die Lage in der Bay of Islands mit klarem, blauen Wasser, wunderschönen Küsten und wie der Name schon sagt, mit einer Vielzahl von Inseln, macht Russel zu einem sehr attraktiven Ausflugsziel. Hier kann man demnach nicht nur die politischen Anfänge Neuseelands aufsaugen, sondern dem wird auch eine herrliche Landschaft drumherum geboten.

Geht man weiter südlich kommt man zu der White Island – Neuseelands aktivsten Vulkan, der von seinem damaligen Entdecker James Cook deswegen so benannt wurde, da von  permanent eine grau-weiße Wolke in den Himmel steigt.
Hierbei handelt es sich um einen submarinen Vulkan, der sich rund 45 nordöstlich von Whakatane befindet. Heute kann man dort nicht individuell hingelangen, sondern muss eine geführte Tour per Boot oder Helikopter buchen, was auch dementsprechend seinen Preis. Man muss an dieser abwägen, sehenswert ist es auf alle Fälle, diesen noch aktiven Vulkan zu erleben. Für diejenigen die gerne tauchen: Das Gebiet um den Vulkan gehört durch das kristallklare Wasser zu einen der attraktivsten Tauchgebiete in Neuseeland.

 

Vom Wasser geht es zurück zum Land. Auf dem Weg in Richtung Süden kommt man an Rotorua kaum vorbei. Dieses Gebiet gehört sicher mit zu den faszinierendsten und ist gleichzeitig das größt Thermalgebiet Neuseelands, gleichzeitig aber auch sehr bedeutend hinsichtlich Kultur- und Maoritraditionen. Hier kann man gewaltige geothermale Aktivitäten in Form von Geysiren und mud pools, heißen Schlammlöchern, erleben, gleichzeitig aber auch die traditionelle Kultur der Maori entdecken.

Nicht weit von Rotorua entfernt liegt der Tongariro National Park, der der älteste Nationalpark des Landes und gleichzeitig auch Weltkulturerbe ist. Hier kann man einen der „Great Walks“ machen, die 3 Vulkanberge Ruapehu, Ngauruhoe und Tongariro umwandern und bei gutem Wetter von oben hunderte Kilomter weit schauen. Dies setzte große Anstrengung voraus, aber ist diese auf alle Fälle wert!
Für Herr der Ringe Fans: Der Tongariro National Park wurde als Schauplatz für Mordor verwendet.  

Ganz im Süden der Nordinsel gelangt man zur Hauptstadt Wellington, in der ständig eine scharfer Wind zu wehen scheint („Blown away by Wellington today?“). Direkt am Wasser gelegen ist das Nationalmuseum Neuseelands – das Te Papa. In diesem Museum, der Eintritt ist frei (eine kleine Spende wird erwartet) wird alles gezeigt, was es über Neuseeland und dessen Entstehung zu wissen gibt. Angefangen von den plattentektonischen Aktivitäten und den Urkontinent Gondwanan, über die Maori, europäische Siedler, die Flora und Fauna sowie heutige traditionelle und moderne Kunst. Das alles ist alles sehr interaktiv und abwechslungsreich aufgebaut, sodass auch beim Besuch dieses riesigen Museums schwer Langeweile aufkommen sollte. Einen ganzen Tag kann man im Te Papa mindestens einplanen.